{"id":16964,"date":"2026-06-19T10:48:39","date_gmt":"2026-06-19T08:48:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weitlaeufer.de\/?page_id=16964"},"modified":"2026-06-19T10:48:39","modified_gmt":"2026-06-19T08:48:39","slug":"tour-du-mont-blanc-etappen-refuges-packliste","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weitlaeufer.de\/en\/tour-du-mont-blanc-etappen-refuges-packliste\/","title":{"rendered":"Tour du Mont Blanc: Etappen, Refuges &#038; Packliste"},"content":{"rendered":"<p>Die Tour du Mont Blanc ist die Rundwanderung, an der sich in den Alpen alles andere messen lassen muss: rund 170 Kilometer in einem gro\u00dfen Bogen um das Mont-Blanc-Massiv, durch Frankreich, Italien und die Schweiz, mit etwa 10.000 H\u00f6henmetern im Auf- und genauso vielen im Abstieg. Du umrundest dabei den h\u00f6chsten Berg der Alpen einmal komplett und siehst ihn dabei aus jeder denkbaren Perspektive: von den sanften franz\u00f6sischen Almen \u00fcber die schroffe italienische S\u00fcdseite bis zu den Schweizer Gletschert\u00e4lern.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht f\u00fcr alle, die leicht unterwegs sein wollen: Du hast die Wahl. Entweder du gehst von Refuge zu Refuge, dann \u00fcbernehmen die H\u00fctten Bett und K\u00fcche und dein Rucksack bleibt klein. Oder du nimmst Zelt und Schlafsystem mit und wirst unabh\u00e4ngig. Beide Wege funktionieren, und beide stellen ganz unterschiedliche Anspr\u00fcche an dein Gep\u00e4ck. Genau darum geht es in diesem Guide neben den nackten Etappendaten.<\/p>\n<p>Du bekommst alle Etappen mit verifizierten Eckdaten, die Reservierungs-Logik der Refuges (der Punkt, an dem die meisten Planungen scheitern), eine ehrliche Einordnung der Schwierigkeit und zwei Packlisten-Szenarien, mit denen du leicht \u00fcber die P\u00e4sse kommst.<\/p>\n<h2>Die Tour du Mont Blanc im \u00dcberblick<\/h2>\n<p>Die wichtigsten Eckdaten, bevor wir in die Etappen gehen:<\/p>\n\t<div class=\"wlm-table-wrap\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__head\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__title\">Tour du Mont Blanc in Zahlen<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-scroll\"><\/p>\n<table class=\"wlm-table\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Eckdaten<\/th>\n<th>Wert<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Distanz (Standardrunde)<\/td>\n<td>~170 km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>H\u00f6henmeter Aufstieg<\/td>\n<td>~10.000 m<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>H\u00f6henmeter Abstieg<\/td>\n<td>~10.000 m (Rundweg)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Etappen (klassisch)<\/td>\n<td>11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Dauer je nach Tempo<\/td>\n<td>7 bis 11 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>L\u00e4nder<\/td>\n<td>Frankreich, Italien, Schweiz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>H\u00f6chster Punkt (Standardroute)<\/td>\n<td>Grand Col Ferret, 2.537 m<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Start\/Ende<\/td>\n<td>Les Houches (oder Chamonix)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Saison<\/td>\n<td>Mitte Juni bis ~20. September<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><\/div>\n\t<\/div>\n\t\n<p>Der Weg ist ein Rundkurs, du startest und endest also am selben Ort, klassischerweise in Les Houches im Tal von Chamonix. Weil es eine Runde ist, gibt es keinen \u201eGipfel&#8220; im Wortsinn: der h\u00f6chste begangene Punkt der Standardroute ist mit dem Grand Col Ferret auf 2.537 Metern ein Pass, kein Berg. Den Mont Blanc selbst (4.806 m) besteigst du nicht, du wanderst um ihn herum. Genau das macht die Tour so zug\u00e4nglich: Sie ist anspruchsvoll, aber sie verlangt keine Hochtouren-Ausr\u00fcstung und keinen Gletscherkontakt.<\/p>\n<h2>Die Etappen der Tour du Mont Blanc<\/h2>\n<p>Die klassische Variante teilt die Runde in 11 Etappen, gegen den Uhrzeigersinn ab Les Houches. Distanz und H\u00f6henmeter pro Tag schwanken je nach gew\u00e4hlter Variante und \u00dcbernachtungsort teils deutlich, deshalb steht hier statt scheingenauer Einzelwerte die Gehzeit plus der pr\u00e4gende Charakter jeder Etappe:<\/p>\n\t<div class=\"wlm-table-wrap\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__head\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__title\">Tour du Mont Blanc: die 11 Etappen im \u00dcberblick<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-scroll\"><\/p>\n<table class=\"wlm-table\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Etappe<\/th>\n<th>Gehzeit<\/th>\n<th>Charakter \/ Schl\u00fcsselstelle<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Les Houches \u2192 Les Contamines<\/td>\n<td>~5,5 h<\/td>\n<td>Sanfter Auftakt \u00fcber den Col de Voza, gut zum Eingehen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2. Les Contamines \u2192 Refuge de la Croix du Bonhomme<\/td>\n<td>~5 bis 6 h<\/td>\n<td>Erster langer Anstieg \u00fcber Col du Bonhomme (2.329 m) und Col de la Croix du Bonhomme (2.479 m).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3. Croix du Bonhomme \u2192 Rifugio Elisabetta<\/td>\n<td>~5 bis 6 h<\/td>\n<td>\u00dcber den Col de la Seigne (2.516 m) nach Italien, erste gro\u00dfe Massiv-S\u00fcdseite.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4. Rifugio Elisabetta \u2192 Courmayeur<\/td>\n<td>~6 bis 7 h<\/td>\n<td>Balkonweg mit Blick auf die italienischen Gletscher, langer Abstieg nach Courmayeur.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5. Courmayeur \u2192 Rifugio Bonatti \/ Val Ferret<\/td>\n<td>~7 bis 8 h<\/td>\n<td>Lange Etappe, die sch\u00f6nste Aussicht auf die Grandes Jorasses.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6. Rifugio Bonatti \u2192 La Fouly<\/td>\n<td>~6 h<\/td>\n<td>\u00dcber den Grand Col Ferret (2.537 m), h\u00f6chster Punkt, Grenze in die Schweiz.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7. La Fouly \u2192 Champex<\/td>\n<td>~4 h<\/td>\n<td>Ruhiger Taltag durchs Val Ferret, gute Gelegenheit f\u00fcr eine kurze Etappe.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8. Champex \u2192 Trient<\/td>\n<td>~7 bis 9 h<\/td>\n<td>Wahl: anspruchsvolle Fen\u00eatre d&#8217;Arpette (~2.665 m) oder die einfachere Bovine-Route.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>9. Trient \u2192 Tr\u00e9-le-Champ<\/td>\n<td>~5 h<\/td>\n<td>\u00dcber den Col de Balme (2.191 m) zur\u00fcck nach Frankreich, Mont Blanc wieder im Blick.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>10. Tr\u00e9-le-Champ \u2192 La Fl\u00e9g\u00e8re<\/td>\n<td>~5 h<\/td>\n<td>Leitern und seilversicherte Stellen Richtung Lac Blanc, der sch\u00f6nste Balkon der Tour.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>11. La Fl\u00e9g\u00e8re \u2192 Les Houches<\/td>\n<td>~5 bis 6 h<\/td>\n<td>H\u00f6henweg \u00fcber Le Br\u00e9vent, Schlussabstieg ins Tal.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><\/div>\n\t<\/div>\n\t\n<h3 class=\"wlm-toc-skip\">Welche Richtung, und warum gegen den Uhrzeigersinn?<\/h3>\n<p>Die gro\u00dfe Mehrheit geht die Runde gegen den Uhrzeigersinn, also ab Les Houches Richtung Les Contamines. Das hat einen praktischen Grund: Du l\u00e4ufst so meistens mit der Sonne im R\u00fccken statt im Gesicht, die Anstiege verteilen sich gn\u00e4diger, und du triffst seltener auf den Gegenverkehr der Trailrunner und Etappen-Gruppen. Im Uhrzeigersinn ist die Runde genauso machbar, du bist dann nur \u00f6fter allein unterwegs und musst ein paar H\u00f6henmeter anders einteilen.<\/p>\n<h3 class=\"wlm-toc-skip\">Varianten: Fen\u00eatre d&#8217;Arpette oder Bovine<\/h3>\n<p>Die ber\u00fchmteste Entscheidung auf der Tour f\u00e4llt zwischen Champex und Trient. Die Fen\u00eatre d&#8217;Arpette f\u00fchrt auf rund 2.665 Meter, das ist der h\u00f6chste Punkt, den du auf der ganzen Runde erreichen kannst, mit direktem Blick auf den Trient-Gletscher. Der Preis: ein steiler, teils blockiger Auf- und Abstieg, der bei N\u00e4sse oder Restschnee ernst wird. Die Bovine-Route ist die wettersichere und konditionell freundlichere Alternative \u00fcber Almen. Beide enden in Trient. Wer fit ist und gutes Wetter erwischt, nimmt die Fen\u00eatre, alle anderen fahren mit Bovine gut.<\/p>\n<h3 class=\"wlm-toc-skip\">Die Schl\u00fcsselstellen<\/h3>\n<p>Technisch ist die Tour ein Bergwanderweg, kein Klettersteig. Die einzigen Stellen, an denen du wirklich die H\u00e4nde brauchst, sind die Leitern und seilversicherten Passagen oberhalb von Tr\u00e9-le-Champ auf dem Weg zum Lac Blanc (Etappe 10). Sie sind gut gesichert, aber ausgesetzt, wer mit H\u00f6henangst k\u00e4mpft, sollte das wissen. Wem die Leitern zu viel sind, nimmt die tiefer gelegene Umgehung. Ansonsten gilt: solide Trittsicherheit reicht, Gletscherausr\u00fcstung brauchst du nirgends.<\/p>\n\t<figure class=\"wlm-figure wlm-figure--wide\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weitlaeufer.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tour-du-Mont-Blanc-Col-de-la-Seigne-1.jpg\" alt=\"Der Col de la Seigne auf 2.516 m, Grenze zwischen Frankreich und Italien. Hier wechselt die Tour von den sanften franz\u00f6sischen Almen auf die schroffe S\u00fcdseite des Massivs.\" loading=\"lazy\">\n\t\t\t\t\t<figcaption>Der Col de la Seigne auf 2.516 m, Grenze zwischen Frankreich und Italien. Hier wechselt die Tour von den sanften franz\u00f6sischen Almen auf die schroffe S\u00fcdseite des Massivs.<\/figcaption>\n\t\t\t<\/figure>\n\t\n<h2>Refuge oder Zelt? Die Entscheidung, die alles \u00e4ndert<\/h2>\n<p>Anders als bei einer reinen H\u00fcttentour hast du auf dieser Runde echte Wahl, und sie bestimmt mehr als jede andere, wie schwer dein Rucksack wird. Beide Varianten haben ihre Berechtigung.<\/p>\n<p>Die <strong>Refuge-Variante<\/strong> ist der Klassiker. Entlang der Runde liegen Bergh\u00fctten und G\u00eetes in praktischen Abst\u00e4nden, fast alle mit Halbpension. Du tr\u00e4gst dann kein Zelt, keinen Schlafsack (ein leichter H\u00fcttenschlafsack gen\u00fcgt) und keinen Kocher. Dein Basisgewicht bleibt damit unter dem einer normalen H\u00fcttentour, du bist abends warm und satt, und du sparst dir jedes Gramm Schlafsystem. Der Haken: Du bist an die Reservierung gebunden und damit unflexibel, dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>Die <strong>Zelt-Variante<\/strong> macht dich unabh\u00e4ngig. Du \u00fcbernachtest auf Campingpl\u00e4tzen und designierten Biwakzonen entlang der Route und entscheidest spontaner, wie weit du gehst. Der Preis ist Gewicht und Volumen: Shelter, Schlafsack, Isomatte und Kocher kommen dazu, schnell 2 bis 3 Kilo mehr. Wildzelten ist rund um den Mont Blanc \u00fcbrigens kein rechtsfreier Raum: Die Regeln unterscheiden sich je Land und sind teils streng (in der Schweiz am restriktivsten). Halte dich an offizielle Pl\u00e4tze und Biwakzonen, dann bist du auf der sicheren Seite.<\/p>\n\t<aside class=\"wlm-highlight\">\n\t\t<div class=\"wlm-highlight__label\">\n\t\t\t<svg viewBox=\"0 0 24 24\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M12 2L3 7v10l9 5 9-5V7l-9-5z\"\/><path d=\"M3 7l9 5 9-5\"\/><path d=\"M12 12v10\"\/><\/svg>\t\t\tAus Hersteller-Sicht\t\t<\/div>\n\t\t<\/p>\n<p>Die Tour du Mont Blanc ist einer der wenigen Trails, auf denen sich beide Seiten eines guten UL-Rucksacks zeigen. Gehst du von Refuge zu Refuge, brauchst du vom 54-Liter-Volumen des <a href=\"\/produkt\/ultraleicht-rucksack-agilist\/\">Agilist<\/a> nur einen Bruchteil, ein paar Umdrehungen am Rolltop und der Packsack schrumpft aufs H\u00fcttentour-Format. Nimmst du Zelt und Schlafsystem mit, ist das Volumen pl\u00f6tzlich voll gefragt, und genau hier zeigt sich, ob ein rahmenloser Rucksack die Last tr\u00e4gt. Bei den 6 bis 8 Kilo einer durchdachten Zelt-Packliste tut er das m\u00fchelos, weil ein dicht und hoch gepacktes leichtes Gep\u00e4ck sich selbst stabilisiert, ganz ohne Aluminium-Rahmen.<\/p>\n<p>\t<\/aside>\n\t\n<h2>Refuges reservieren: fr\u00fch oder gar nicht<\/h2>\n<p>Wenn du einen Satz aus diesem Guide mitnimmst, dann diesen: Die Tour entscheidet sich an der Refuge-Reservierung, nicht am Trail. Die H\u00fctten entlang der Runde geh\u00f6ren zu den begehrtesten der Alpen, und sie sind klein. Viele Refuges \u00f6ffnen die Buchung f\u00fcr die kommende Sommersaison bereits im Sp\u00e4therbst des Vorjahres, und die popul\u00e4rsten sind dann innerhalb von Tagen, manchmal Stunden ausgebucht.<\/p>\n<aside class=\"wlm-pullquote\"><br \/>\nDie Runde entscheidet sich am Schreibtisch, <em>Monate<\/em> bevor du den ersten Schritt machst.<br \/><\/aside>\n<p>Praktisch hei\u00dft das: Wer im Juli oder August gehen will, plant idealerweise im Herbst davor. Du legst zuerst deine Etappen und damit die \u00dcbernachtungsorte fest und buchst dann die komplette Kette durch. Eine einzige nicht bekommene H\u00fctte kann deine ganze Etappeneinteilung kippen, weil die Abst\u00e4nde zwischen den Refuges nicht beliebig sind.<\/p>\n\t<aside class=\"wlm-highlight\">\n\t\t<div class=\"wlm-highlight__label\">\n\t\t\t<svg viewBox=\"0 0 24 24\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M9 11l3 3L22 4\"\/><path d=\"M21 12v7a2 2 0 01-2 2H5a2 2 0 01-2-2V5a2 2 0 012-2h11\"\/><\/svg>\t\t\tTool-Empfehlung\t\t<\/div>\n\t\t<\/p>\n<p>Viele Refuges entlang der Runde lassen sich zentral \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.autourdumontblanc.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">autourdumontblanc.com<\/a> buchen, die offizielle Plattform f\u00fcr die Runde. Dort siehst du die Verf\u00fcgbarkeit \u00fcber alle drei L\u00e4nder hinweg an einer Stelle. Einzelne H\u00fctten laufen weiterhin \u00fcber eigene Websites, Telefon oder E-Mail, plane also etwas Zeit f\u00fcr die Buchungs-Runde ein und setze dir eine Erinnerung auf den Tag, an dem die Folgesaison freigeschaltet wird.<\/p>\n<p>\t<\/aside>\n\t\n<p>Zum Budget: Eine \u00dcbernachtung mit Halbpension im Mehrbettlager liegt je nach H\u00fctte und Land grob bei 60 bis 80 \u20ac, in komfortableren G\u00eetes auch dar\u00fcber. \u00dcber sieben bis zehn N\u00e4chte plus Getr\u00e4nke, Mittagspausen und Transfers summiert sich die Tour schnell. Die Zelt-Variante ist deutlich g\u00fcnstiger, kostet dich aber Gewicht. In der Schweiz brauchst du au\u00dferdem Franken, nicht \u00fcberall wird Karte genommen.<\/p>\n<h2>Wie schwer ist die Tour du Mont Blanc wirklich?<\/h2>\n<p>Die ehrliche Antwort: technisch moderat, konditionell happig. Auf den meisten Etappen bewegst du dich auf gut markierten Bergwanderwegen ohne nennenswerte Kletterei, mit der Leiter-Passage bei Tr\u00e9-le-Champ und der optionalen Fen\u00eatre d&#8217;Arpette als einzigen echten Schl\u00fcsselstellen. Trittsicherheit reicht, ein Klettersteigset oder Steigeisen brauchst du nicht.<\/p>\n<p>Die Herausforderung liegt woanders: in der Summe. Rund 10.000 H\u00f6henmeter im Aufstieg \u00fcber sieben bis elf Tage bedeuten jeden Tag aufs Neue 700 bis \u00fcber 1.000 H\u00f6henmeter hinauf und genauso viele wieder hinunter, oft bei langen Gehzeiten von sechs bis acht Stunden. Das ist kein einzelner Kraftakt, sondern Ausdauer Tag f\u00fcr Tag. Wer regelm\u00e4\u00dfig mit Tagesrucksack in den Bergen unterwegs ist, schafft das, vorausgesetzt, der Rucksack auf dem mehrt\u00e4gigen Trail bleibt leicht.<\/p>\n<aside class=\"wlm-pullquote\"><br \/>\nDie Schwierigkeit der Tour du Mont Blanc liegt nicht in einer einzelnen Stelle, sondern in der <em>Wiederholung<\/em>: zehnmal hintereinander hinauf und hinunter.<br \/><\/aside>\n<p>Und genau hier wird Gewicht zum echten Faktor. \u00dcber 10.000 H\u00f6henmeter ist jedes gesparte Kilo kein Komfortgewinn, sondern spart dir messbar Kraft, die du am achten Tag noch brauchst. Ein leichter Rucksack ist auf dieser Tour kein Luxus f\u00fcr UL-Nerds, sondern die einfachste Stellschraube, mit der auch konditionell durchschnittliche Wanderer die Runde genie\u00dfen statt \u00fcberstehen.<\/p>\n<h2>Die beste Zeit f\u00fcr die Tour du Mont Blanc<\/h2>\n<p>Das Saisonfenster ist klar umrissen: Die meisten Refuges \u00f6ffnen Mitte Juni und schlie\u00dfen um den 20. September. Au\u00dferhalb dieser Zeit sind die H\u00fctten zu, die hohen P\u00e4sse k\u00f6nnen verschneit sein, und die Tour wird zu einem ganz anderen, alpineren Unternehmen.<\/p>\n<p>Innerhalb des Fensters gilt: Juli und August sind am verl\u00e4sslichsten schneefrei und warm, daf\u00fcr am vollsten, und gerade w\u00e4hrend des UTMB-Trailrunning-Events Ende August wird es entlang der Route eng. Anfang Juli kann an den Nordseiten der hohen P\u00e4sse noch Altschnee liegen. Anfang bis Mitte September ist f\u00fcr viele der Sweet Spot: stabilere Wetterlagen, klarere Fernsicht, weniger Andrang, daf\u00fcr k\u00fcrzere Tage und die ersten H\u00fctten, die schlie\u00dfen. Egal wann du gehst, in dieser H\u00f6he sind Nachmittagsgewitter und ein Wettersturz auch im Hochsommer jederzeit m\u00f6glich. Starte fr\u00fch, sei mittags \u00fcber die exponierten P\u00e4sse hinweg, und hab die Regenjacke immer griffbereit.<\/p>\n\t<figure class=\"wlm-figure\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weitlaeufer.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tour-du-Mont-Blanc-Auf-dem-Trail-1.jpg\" alt=\"\" loading=\"lazy\">\n\t\t\t<\/figure>\n\t\n<h2>Packliste: leicht um den Mont Blanc<\/h2>\n<p>Hier der Teil, bei dem wir als Hersteller naturgem\u00e4\u00df am meisten mitreden. Weil die Tour zwei \u00dcbernachtungs-Modi kennt, gibt es nicht die eine Packliste. Die Basis ist aber identisch, und sie ist erstaunlich schlank. Getragene Kleidung, Schuhe und St\u00f6cke z\u00e4hlen nicht mit, die hast du am K\u00f6rper.<\/p>\n\t<div class=\"wlm-table-wrap\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__head\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__title\">TMB-Packliste: das Kern-Setup (beide Varianten)<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__sum\">\u03a3 ~3,2 kg<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-scroll\"><\/p>\n<table class=\"wlm-table\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Gegenstand<\/th>\n<th>Gewicht<\/th>\n<th>Hersteller-Kommentar<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>WeitL\u00e4ufer Agilist (2026, Gr\u00f6\u00dfe M)<\/td>\n<td>570 g<\/td>\n<td>Getapte N\u00e4hte: Regenh\u00fclle und Pack Liner kannst du streichen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Regenjacke (2,5-Lagen-Laminat)<\/td>\n<td>~180 g<\/td>\n<td>An den P\u00e4ssen Pflicht, Wetterst\u00fcrze kommen schnell.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Regenhose (leicht)<\/td>\n<td>~120 g<\/td>\n<td>Bei langen exponierten Querungen wertvoller als auf einer H\u00fcttentour.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Isolationsjacke (Daune oder Kunstfaser)<\/td>\n<td>~250 g<\/td>\n<td>F\u00fcr die kalten Morgen an den Cols und die Abende auf 2.500 m.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wechselshirt (Merino) + 2 Paar Socken<\/td>\n<td>~240 g<\/td>\n<td>\u00dcber elf Tage ist Funktionsw\u00e4sche wichtiger als Menge.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>M\u00fctze + d\u00fcnne Handschuhe + Buff<\/td>\n<td>~110 g<\/td>\n<td>Auf 2.500 m kann es auch im August nahe null Grad sein.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sonnenschutz (Brille, Creme LSF 50, Lippen)<\/td>\n<td>~120 g<\/td>\n<td>Drei L\u00e4nder, viel offenes Hochgebirge, viel UV.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Erste Hilfe + Blasenpflaster + Hygiene\/Kosmetik<\/td>\n<td>~250 g<\/td>\n<td>Blasenpflaster gro\u00dfz\u00fcgig, der Rest konsequent ausgemistet.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Stirnlampe<\/td>\n<td>~28 g<\/td>\n<td>F\u00fcr fr\u00fche Starts vor den langen Etappen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Powerbank 10.000 mAh + Kabel<\/td>\n<td>~195 g<\/td>\n<td>Steckdosen sind auf Refuges Mangelware und umk\u00e4mpft.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasserfilter + 2 Flaschen \u00e0 1 L<\/td>\n<td>~115 g<\/td>\n<td>Quellen und Brunnen gibt es reichlich, so sparst du teures H\u00fcttenwasser.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Snacks\/Notverpflegung pro Tag<\/td>\n<td>~400 g<\/td>\n<td>Zwischen den Talorten gibt es lange keine Einkehr.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Doku (Pass, Karte\/App, Bargeld in \u20ac und CHF)<\/td>\n<td>~150 g<\/td>\n<td>Drei L\u00e4nder, drei m\u00f6gliche Zahlungssituationen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><\/div>\n\t<\/div>\n\t\n<p>Bis hierher bist du bei rund 3,2 Kilo auf dem R\u00fccken, Wasser und Tagessnack eingerechnet. Was jetzt noch dazukommt, h\u00e4ngt allein davon ab, wo du schl\u00e4fst.<\/p>\n<h3 class=\"wlm-toc-skip\">Die Refuge-Variante: was wirklich reicht<\/h3>\n<p>Wenn du jede Nacht in einer H\u00fctte oder einem G\u00eete verbringst, ist deine Packliste fast fertig. Es fehlt nur ein <strong>leichter H\u00fcttenschlafsack<\/strong> aus Seide (~110 g, auf vielen Refuges ohnehin Pflicht) und ein <strong>kleines Mikrofaser-Handtuch<\/strong>. Mehr nicht. Kein Zelt, kein dicker Schlafsack, kein Kocher, denn Halbpension hei\u00dft warmes Abendessen und Fr\u00fchst\u00fcck inklusive. Damit bleibst du klar unter 4 Kilo Gesamtgewicht und tr\u00e4gst \u00fcber elf Tage kaum mehr als auf einer Tagestour. Wer zum ersten Mal eine mehrt\u00e4gige Runde so leicht geht, traut dem Rucksack auf dem R\u00fccken anfangs kaum.<\/p>\n<h3 class=\"wlm-toc-skip\">Die Zelt-Variante: das Schlafsystem obendrauf<\/h3>\n<p>Willst du unabh\u00e4ngig von Reservierungen sein, kommt das komplette Schlaf- und Kochsystem dazu. Hier sitzt das gesamte Mehrgewicht, und genau hier entscheidet sich, ob aus \u201emit Zelt&#8220; sechs oder zehn Kilo werden. Mit konsequent leichtem Gear bleibt der Aufschlag \u00fcberschaubar:<\/p>\n\t<div class=\"wlm-table-wrap\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__head\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__title\">Zelt-Variante: das Schlafsystem<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-wrap__sum\">\u03a3 ~2,8 kg<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"wlm-table-scroll\"><\/p>\n<table class=\"wlm-table\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Gegenstand<\/th>\n<th>Gewicht<\/th>\n<th>Hersteller-Kommentar<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>UL-Zelt (1 Person, Trekkingstangen-Aufbau)<\/td>\n<td>~900 g<\/td>\n<td>Nutzt deine Wanderst\u00f6cke statt separater Zeltstangen, das spart Gewicht und Packma\u00df.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schlafsack oder Quilt (Daune, Komfort um 0 \u00b0C)<\/td>\n<td>~650 g<\/td>\n<td>Auf 2.000 m wird auch die Sommernacht k\u00fchl, etwas Reserve zahlt sich aus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Isomatte (aufblasbar, R-Wert ~4)<\/td>\n<td>~420 g<\/td>\n<td>Der R-Wert h\u00e4lt dich warm, nicht die Dicke allein.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kochsystem (Gaskocher, Topf, Kartusche, Spork)<\/td>\n<td>~430 g<\/td>\n<td>Reicht zum Wasserkochen, mehr braucht es unterwegs nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zusatz-Verpflegung f\u00fcr Selbstversorger-Tage<\/td>\n<td>~400 g<\/td>\n<td>Ohne Halbpension tr\u00e4gst du Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><\/div>\n\t<\/div>\n\t\n<p>Unterm Strich stehen sich die beiden Wege so gegen\u00fcber:<\/p>\n\t<div class=\"wlm-table-total\">\n\t\t<div class=\"wlm-table-total__head\">Gesamtgewicht: Refuge-Variante<\/div>\n\t\t<div class=\"wlm-table-scroll\"><\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Posten<\/th>\n<th>Gewicht<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Kern-Setup inkl. Rucksack, Wasser, Tagessnack<\/td>\n<td>~3,2 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Refuge-Zusatz (H\u00fcttenschlafsack + Handtuch)<\/td>\n<td>~0,2 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>REFUGE-VARIANTE GESAMT<\/strong><\/td>\n<td><strong>~3,4 kg<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><\/div>\n\t<\/div>\n\t\n<p>Mit Zelt landest du also bei rund 6 Kilo auf dem R\u00fccken, mit Refuge unter 3,5. Beides ist weit entfernt von den 12 bis 15 Kilo, mit denen viele die Runde antreten. \u00dcber 10.000 H\u00f6henmeter ist das der Unterschied zwischen einer Runde, die du genie\u00dft, und einer, die du dir abk\u00e4mpfst.<\/p>\n\t<div class=\"wlm-table-total\">\n\t\t<div class=\"wlm-table-total__head\">Gesamtgewicht: Zelt-Variante<\/div>\n\t\t<div class=\"wlm-table-scroll\"><\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Posten<\/th>\n<th>Gewicht<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Kern-Setup inkl. Rucksack, Wasser, Tagessnack<\/td>\n<td>~3,2 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schlafsystem (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kochsystem, Verpflegung)<\/td>\n<td>~2,8 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>ZELT-VARIANTE GESAMT<\/strong><\/td>\n<td><strong>~6,0 kg<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><\/div>\n\t<\/div>\n\t\n\t<figure class=\"wlm-figure\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weitlaeufer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Ultraleicht-Rucksack-AGILIST-2026-wasserdicht-1.jpg\" alt=\"Unterwegs mit kompletter Zelt Ausr\u00fcstung im AGILIST 2026\" loading=\"lazy\">\n\t\t\t\t\t<figcaption>Unterwegs mit kompletter Zelt Ausr\u00fcstung im AGILIST 2026<\/figcaption>\n\t\t\t<\/figure>\n\t\n<h3 class=\"wlm-toc-skip\">Worauf es beim Packen f\u00fcr diese Runde besonders ankommt<\/h3>\n<p>Drei Dinge unterscheiden die Tour du Mont Blanc von einer normalen Alpentour, und alle drei haben Folgen f\u00fcr die Packliste. Erstens das Wetter-Spektrum an einem einzigen Tag: Du startest morgens k\u00fchl im Tal, schwitzt mittags auf der sonnigen italienischen S\u00fcdseite und stehst eine Stunde sp\u00e4ter im Wind auf einem 2.500er Pass. Setze deshalb auf ein <strong>konsequentes Schichtsystem<\/strong> aus d\u00fcnnen Lagen statt auf einzelne dicke Teile, so reagierst du in Minuten statt im Tal umzupacken. Genau daf\u00fcr sind Regenjacke, Regenhose, Isolationsjacke und Merino-Shirt in der Kern-Tabelle aufeinander abgestimmt.<\/p>\n<p>Zweitens die L\u00e4nge: \u00dcber elf Tage z\u00e4hlt nicht, wie viel du dabeihast, sondern wie wenig. Jedes Teil, das du nur \u201evielleicht&#8220; brauchst, tr\u00e4gst du 170 Kilometer und 10.000 H\u00f6henmeter weit umsonst. Die ehrlichste Frage beim Packen lautet deshalb nicht \u201eK\u00f6nnte ich das gebrauchen?&#8220;, sondern <strong>\u201eW\u00fcrde ich es vermissen, wenn es fehlt?&#8220;<\/strong>. Drittes Reservehemd, zweite Hose, der dicke Kulturbeutel: Das bleibt zu Hause. Drittens das Wasser: Quellen, Brunnen und Refuges entlang der Route liefern reichlich nach, <strong>zwei Liter Kapazit\u00e4t plus Filter gen\u00fcgen<\/strong>. Drei oder vier Liter am St\u00fcck durch die Gegend zu tragen ist hier verschenktes Gewicht.<\/p>\n<p>Ein letzter, banaler, aber wirksamer Tipp: <strong>Wiege dein komplettes Setup<\/strong> einmal zu Hause auf einer K\u00fcchenwaage und trag es in eine Gewichts-App wie <a href=\"https:\/\/lighterpack.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lighterpack<\/a> ein, am besten in zwei Listen f\u00fcr die Refuge- und die Zelt-Variante. Erst wenn du schwarz auf wei\u00df siehst, dass dein \u201eleichtes&#8220; Handtuch 180 g wiegt, kannst du informiert entscheiden, was wirklich mitkommt. Das ist der schnellste Weg von gef\u00fchlt leicht zu nachweisbar leicht.<\/p>\n\t<aside class=\"wlm-highlight\">\n\t\t<div class=\"wlm-highlight__label\">\n\t\t\t<svg viewBox=\"0 0 24 24\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M12 2L3 7v10l9 5 9-5V7l-9-5z\"\/><path d=\"M3 7l9 5 9-5\"\/><path d=\"M12 12v10\"\/><\/svg>\t\t\tMaterial-Tipp\t\t<\/div>\n\t\t<\/p>\n<p>An den exponierten P\u00e4ssen der Tour ist ein Wettersturz der H\u00e4rtetest f\u00fcr jeden Rucksack. Der Agilist besteht aus <a href=\"\/material-lexikon\/\">Ultra 200X<\/a>, einem extrem rei\u00dffesten Laminat mit UHMWPE-Faser, und hat vollst\u00e4ndig getapte N\u00e4hte. Hei\u00dft konkret: Auch stundenlanger Regen am Grand Col Ferret erreicht deine Isolationsjacke und den Schlafsack im Inneren nicht, ganz ohne Regenh\u00fclle, die im Wind auf dem Pass ohnehin nur flattert und sich verabschiedet.<\/p>\n<p>\t<\/aside>\n\t\n<h2>Anreise und Drei-L\u00e4nder-Logistik<\/h2>\n<p>Der klassische Anreiseweg f\u00fchrt \u00fcber Genf. Vom Flughafen oder Bahnhof Genf bringen dich Shuttle-Busse und Sammeltransfers in rund einer bis anderthalb Stunden direkt nach Les Houches oder Chamonix. Mit der Bahn reist du \u00fcber Genf und das Mont-Blanc-Express-B\u00e4hnchen ins Tal von Chamonix an. Ein Auto brauchst du f\u00fcr die Tour nicht und es w\u00e4re eher hinderlich, weil du als Rundwanderung ohnehin wieder am Start ankommst.<\/p>\n<p>Unterwegs \u00fcberschreitest du dreimal eine Landesgrenze, ohne Kontrolle, aber mit praktischen Folgen: In der Schweiz zahlst du in Franken, und das Mobilfunknetz wechselt, was bei Roaming-Tarifen ins Geld gehen kann. Pack deinen Personalausweis ein, lade dir die Offline-Karten f\u00fcr alle drei L\u00e4nder vorab herunter, und hab etwas Bargeld in beiden W\u00e4hrungen dabei.<\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"FAQPage\",\n  \"mainEntity\": [\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Wie lang ist die Tour du Mont Blanc?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Die Standardrunde ist rund 170 Kilometer lang und \u00fcberwindet etwa 10.000 H\u00f6henmeter im Aufstieg und genauso viele im Abstieg, da es sich um einen Rundweg handelt. 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Wichtiger als das Volumen ist das Gewicht: Mit einer konsequenten Packliste bleibst du als Refuge-Geher unter 3,5 und mit Zelt um 6 Kilo.\"\n      }\n    }\n  ]\n}\n<\/script><\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zur Tour du Mont Blanc<\/h2>\n<div class=\"wlm-faq\"><\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item is-open\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Wie lang ist die Tour du Mont Blanc?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nDie Standardrunde ist rund 170 Kilometer lang und \u00fcberwindet etwa 10.000 H\u00f6henmeter im Aufstieg und genauso viele im Abstieg, da es sich um einen Rundweg handelt. Komprimierte gef\u00fchrte Varianten mit Transfers verk\u00fcrzen das auf etwa 130 Kilometer.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Wie viele Tage braucht man f\u00fcr die Tour du Mont Blanc?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nDie klassische Einteilung umfasst 11 Etappen. Je nach Tempo und gew\u00e4hlten Varianten gehen die meisten die Runde in 7 bis 11 Tagen. Trailrunner schaffen sie in wenigen Tagen, wer Zeit und Gipfel-Abstecher will, plant mehr ein.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Wie schwer ist die Tour du Mont Blanc?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nTechnisch ist die Tour ein Bergwanderweg ohne Gletscher und ohne Klettersteig, nur die Leitern bei Tr\u00e9-le-Champ und die optionale Fen\u00eatre d&#8217;Arpette sind ausgesetzt. Konditionell ist sie anspruchsvoll: rund 10.000 H\u00f6henmeter \u00fcber sieben bis elf Tage verlangen gute Ausdauer.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Wann ist die beste Zeit f\u00fcr die Tour du Mont Blanc?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nDie Refuges \u00f6ffnen meist Mitte Juni und schlie\u00dfen um den 20. September. Juli und August sind am verl\u00e4sslichsten schneefrei, aber am vollsten. Anfang bis Mitte September bietet oft stabileres Wetter und weniger Andrang, daf\u00fcr k\u00fcrzere Tage.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Muss man die Refuges auf der Tour du Mont Blanc reservieren?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nJa, unbedingt und sehr fr\u00fch. Viele H\u00fctten \u00f6ffnen die Buchung f\u00fcr die Sommersaison schon im Sp\u00e4therbst des Vorjahres und sind binnen Tagen ausgebucht. Viele Refuges lassen sich zentral \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.autourdumontblanc.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">autourdumontblanc.com<\/a> buchen.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Tour du Mont Blanc mit Zelt oder Refuge?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nBeides ist m\u00f6glich. Die Refuge-Variante h\u00e4lt den Rucksack leicht (kein Schlafsystem) und ist komfortabler, bindet dich aber an Reservierungen. Die Zelt-Variante macht dich unabh\u00e4ngig und ist g\u00fcnstiger, kostet aber 2 bis 3 Kilo mehr Gep\u00e4ck. Wildzelten ist je nach Land unterschiedlich geregelt, halte dich an offizielle Pl\u00e4tze und Biwakzonen.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p>\t<div class=\"wlm-faq-item\">\n\t\t<button type=\"button\" class=\"wlm-faq-item__q\">\n\t\t\t<span>Wie gro\u00df muss der Rucksack f\u00fcr die Tour du Mont Blanc sein?<\/span>\n\t\t\t<span class=\"wlm-faq-item__icon\" aria-hidden=\"true\"><\/span>\n\t\t<\/button>\n\t\t<div class=\"wlm-faq-item__a\"><p>\nF\u00fcr die Refuge-Variante reichen 30 bis 40 Liter locker, da Zelt und Schlafsack entfallen. F\u00fcr die Zelt-Variante mit komplettem Schlafsystem solltest du eher 45 bis 55 Liter einplanen. Wichtiger als das Volumen ist das Gewicht: Mit einer konsequenten Packliste bleibst du als Refuge-Geher unter 3,5 und mit Zelt um 6 Kilo.<\/p>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/p>\n<p><\/div>\n<h2>N\u00e4chster Schritt: deine Runde planen<\/h2>\n<p>Du hast jetzt alles, was du f\u00fcr die Planung brauchst: die Etappen, die entscheidende Refuge-Logik, das Saisonfenster und zwei Packlisten-Szenarien. Der wichtigste n\u00e4chste Schritt ist nicht der Trail, sondern der Kalender: Lege deinen Zeitraum fest, entscheide dich f\u00fcr Refuge oder Zelt, und sichere dir, falls H\u00fctte, so fr\u00fch wie m\u00f6glich die \u00dcbernachtungen. Alles andere ergibt sich daraus.<\/p>\n\t<aside class=\"wlm-highlight\">\n\t\t<div class=\"wlm-highlight__label\">\n\t\t\t<svg viewBox=\"0 0 24 24\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" aria-hidden=\"true\"><circle cx=\"12\" cy=\"12\" r=\"10\"\/><path d=\"M12 16v-4\"\/><path d=\"M12 8h.01\"\/><\/svg>\t\t\tTiefer einsteigen\t\t<\/div>\n\t\t<\/p>\n<p>Wenn du dein Setup grunds\u00e4tzlich verschlanken willst, f\u00fchrt dich unser <a href=\"\/ultraleicht-trekking-guide\/\">Ultraleicht-Trekking-Guide<\/a> durch die Grundlagen, und die <a href=\"\/ultraleicht-packliste\/\">Ultraleicht-Packliste<\/a> zeigt das komplette Zelt-Setup im Detail, das du f\u00fcr die Zelt-Variante der Tour brauchst. Suchst du nach der n\u00e4chsten gro\u00dfen Runde, findest du in unserem Guide zur <a href=\"\/alpenueberquerung-zu-fuss\/\">Alpen\u00fcberquerung zu Fu\u00df<\/a> die logische Fortsetzung.<\/p>\n<p>\t<\/aside>\n\t\n<p>Und falls dein aktueller Rucksack eher Pauschalreise als Pass kann: der <a href=\"\/produkt\/ultraleicht-rucksack-agilist\/\">Agilist<\/a> ist unser Vorschlag f\u00fcr genau diese Art von Tour. 570 g, vollst\u00e4ndig getapte N\u00e4hte, klein gerollt das kompakte Refuge-Format und voll ausgepackt genug Volumen f\u00fcr die komplette Zelt-Variante. Ein Rucksack f\u00fcr beide Wege um den Mont Blanc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>170 Kilometer, drei L\u00e4nder, rund 10.000 H\u00f6henmeter und der h\u00f6chste Berg der Alpen st\u00e4ndig in Blickweite: die Tour du Mont Blanc ist der vielleicht ber\u00fchmteste Rundwanderweg Europas. Hier bekommst du alle Etappen mit echten Zahlen, die Reservierungs-Logik der Refuges und eine Packliste, die dich leicht \u00fcber die P\u00e4sse tr\u00e4gt, egal ob mit H\u00fctte oder Zelt.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":16978,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/page-magazin.php","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,91],"tags":[],"class_list":["post-16964","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","category-touren"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Tour du Mont Blanc: Etappen, Refuges &amp; Packliste &#187; WeitL\u00e4ufer<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Alle Infos der Tour du Mont Blanc: 11 Etappen, Gehzeiten, P\u00e4ssen, Refuge-Reservierung, beste Zeit, leichte UL-Packliste mit &amp; ohne Zelt \u2713\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.weitlaeufer.de\/en\/tour-du-mont-blanc-etappen-refuges-packliste\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Tour du Mont Blanc: Etappen, Refuges &amp; 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